Bärlauch

- das natürliche Antibiotikum, das entzündungshemmend wirkt und wie Knoblauch riecht und schmeckt. Einfach ein Pesto daraus machen und unter ein Risotto oder ins Kartoffelpüree oder unter Nudeln mischen, bestimmt gibt es noch mehr Ideen. Bilder zu den genannten Gerichten sind in der Galerie zu finden. Für das Pesto einfach das Basilikum (nach Wunsch auch mit Giersch und/oder Brennesseln gemischt) im Mixer zusammen mit Olivenöl, gemahlenen Nüssen nach Wunsch und Salz pürieren. Inzwischen Vorratsgläser sterilisieren (Kochendes Wasser darübergießen, vorher aber einen Löffel in die Gläser stecken). Wenn man das fertige Pesto in die Gläser gefüllt hat, mit Olivenöl aufgießen (siehe Bild in der Galerie), so hält es sich einige Wochen im Kühlschrank.

Giersch

Überall wuchert dieses Kraut, sehr zum Leidwesen von Gartenbesitzern. Da hilft nur: Aufessen. Dabei tut man nicht nur seinem Garten, sondern auch seinem Körper einen Gefallen. Man kann es wie Spinat oder als Salat verwenden oder ein leckeres Pesto daraus zaubern, z.B. zusammen mit Bärlauch und Brennesseln, die ja zeitgleich in der Natur zu finden sind. Freilich kann man ihn auch als Tee gneißen, dafür einfach mit kochendem Wasser aufgießen und 5 Minuten ziehen lassen. Mit Giersch kann man entschlacken, er ist also bestens geeignet als Entgiftungshelfer im Rahmen einer Frühlingskur.

Schade, dass bei uns nicht mehr die breite Vielfalt an Sorten zu erhalten ist. Haben Sie schon mal die Freude erlebt, die Kinder haben, wenn sie lila Kartoffeln zu lila Pommes verarbeiten dürfen? Ich schon, wenn ich mit Schulklassen auf den Stettenhof bei Mödingen gefahren bin, wo sie selber die Kartoffeln ernten und in Pommes verzaubern durften.

 

Überhaupt lacht das Herz bei bunten Lebensmitteln, denn hier lässt sich der Mensch durch Schönheit zu Gesundheit verleiten. Anthocyane , die stärksten Anitoxidantien, sind verantwortlich für die tolle lila Farbe.


Kalorienarm und vitaminreich ist die Kartoffel ein wertvolles Lebensmittel. Aufgrund ihres hohen Vitamin C-Gehalts wird sie auch die Zitrone des Nordens genannt. Ihr Eiweiß gilt als besonders wertvoll.
                                                                                                                         


Und was hat der "alte Fritz" damit zu tun, dass wir sie heute genießen können? Friedrich dem Großen, König der Preußen, ist es zu verdanken, dass wir heute diese wertvolle Knolle in unseren alltäglichen Speiseplan einbauen. Als die Bevölkerung im 18. Jahrhundert Hungersnöten ausgeliefert war, aber die Kartoffel nicht als gesunden Sattmacher wahrnahm, wandte er einen Trick an: Er ließ die royalen Kartoffelfelder durch Soldaten bewachen. Das erweckte den Anschein, dass etwas sehr Wertvolles auf den Feldern wächst, denn sonst müsste es nicht so streng bewacht werden. Die Menschen schlichen sich auf die Felder, um scheinbar heimlich die Knollen zu ernten. Die Soldaten taten nur so, als ob sie schliefen, denn genau das war die Absicht des Königs gewesen. So wurde die köstliche Frucht heimisch.